Die erste Frage lautet fast immer: «Was kostet das?» Eine berechtigte Frage — aber bei einem Wikipedia-Eintrag gibt es keine einfache Antwort, und deshalb finden Sie auf dieser Website auch keine Preisliste. Dieser Beitrag erklärt, was der Markt verlangt, welche Faktoren die Wikipedia Eintrag Kosten tatsächlich bestimmen und warum die billigste Offerte am Ende häufig die teuerste ist.

Warum wir keinen Festpreis nennen

Dafür gibt es drei Gründe:

  1. Jeder Fall ist anders. Eine Professorin mit vierzig begutachteten Publikationen kostet den Redakteur weniger Arbeit als ein Unternehmer, dessen Relevanz sich über zehn Quellen in fünf Branchen verteilt. Der Rechercheaufwand kann sich zwischen zwei Fällen verdreifachen.
  2. Preis zuerst zieht Preisvergleicher an. Anbieter, die mit Festpreisen werben, konkurrieren über Volumen — nicht über redaktionelle Qualität. Genau diese Artikel überstehen die Prüfung durch die Wikipedia-Gemeinschaft selten.
  3. Die Prüfung kommt vor dem Preis. Zuerst muss feststehen, ob Ihr Thema die Relevanzkriterien überhaupt erfüllt. Erst wenn der Fall aussichtsreich ist, ergibt eine konkrete Preisangabe Sinn — vorher wäre sie eine Zahl ohne Grundlage.

Vier Faktoren, die den Preis bestimmen

  • Quellenrecherche — wie viel Arbeit kostet es, Ihre Belege zu erfassen, zu prüfen und zu qualifizieren? Liegen die Quellen gebündelt vor oder verstreut über Jahre, Länder und Sprachen?
  • Umfang des Artikels — eine Biografie mit dreißig Jahren Laufbahn ist länger und komplexer als ein Profil mit einer Haupttätigkeit.
  • Sprachversionen — nur de.wikipedia, nur en.wikipedia oder mehrere? Jede Sprachversion hat eigene Regeln und eine eigene Gemeinschaft; eine Übersetzung allein genügt nicht.
  • Betreuungszeitraum — die Beobachtung des Artikels nach der Veröffentlichung, wenn Rückfragen, Bausteine oder Bearbeitungen anderer Autoren kommen.

Sie möchten zuerst wissen, ob Ihr Fall aussichtsreich ist?

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Was ein vollständiges Projekt umfasst

  • Vertrauliche Prüfung von Relevanz und Quellenlage (vorab, kostenlos)
  • Schriftliches Angebot mit konkretem Umfang
  • Qualifizierung der Quellen, bei Bedarf ergänzende Recherche
  • Redaktionelle Ausarbeitung durch einen unabhängigen Redakteur
  • Interne Gegenprüfung durch einen zweiten Redakteur
  • Veröffentlichung mit korrekter Offenlegung des bezahlten Schreibens
  • Aktive Betreuung in den ersten Monaten nach der Veröffentlichung

Nicht enthalten sind üblicherweise: die Beschaffung von Bildmaterial mit passender Lizenz (optional möglich), Übersetzungen in weitere Sprachen und die juristische Bewertung einzelner Aussagen.

Der Markt in vier Segmenten

Wer nach Anbietern sucht, stößt auf extreme Preisunterschiede — von wenigen hundert Euro bei Offshore-Freelancern bis zu fünfstelligen Beträgen bei internationalen Agenturen. Der Preis allein sagt wenig; entscheidend ist, was Sie dafür bekommen. Ein Überblick über die Marktsegmente im Jahr 2026:

Segment Preis (2026) Was Sie bekommen Risiko
Offshore-Freelancer 200 – 800 € Standardtext mit minimalen Quellen, keine Offenlegung, keine Kenntnis der deutschsprachigen Regelpraxis Sehr hoch — Löschung oft innerhalb weniger Wochen
Plattformen / Marketingagenturen 800 – 2.000 € Vorlagenartikel, wenig redaktionelle Erfahrung, kaum Betreuung nach der Veröffentlichung Hoch — Artikel überstehen selten sechs Monate
Unabhängige Spezialisten 2.000 – 5.000 € Kostenlose Prüfung, gründliche Quellenrecherche, erfahrener Redakteur mit Offenlegung, Betreuung Gering — transparentes Vorgehen innerhalb der Wikipedia-Regeln
Internationale PR-Agenturen 5.000 – 15.000 € Umfangreiches PR-Programm, teils mit zusätzlichem Content-Marketing Gering — aber meist englischsprachig ausgerichtet und mit erheblichem Overhead

Für die meisten Themen im deutschsprachigen Raum liegt ein realistisches Budget zwischen 2.000 und 4.000 Euro für ein vollständiges Projekt in einer Sprachversion. Darunter wird an den entscheidenden Phasen gespart — Quellenrecherche und Betreuung. Darüber bezahlen Sie häufig Markenaufschlag oder Agentur-Overhead, der die Aussicht auf einen dauerhaften Artikel nicht verbessert.

Warum billig am Ende teuer wird

Wer 500 Euro bezahlt und nach drei Monaten eine gelöschte Seite hat, hat nicht 500 Euro verloren, sondern mehr: Die Löschdiskussion ist öffentlich einsehbar und erscheint bei einer Suche nach Ihrem Namen. Zudem prüfen Wikipedia-Autoren bei jedem neuen Artikel die Löschhistorie — ein gescheiterter erster Versuch macht jeden zweiten Anlauf schwerer, nicht leichter. In der deutschsprachigen Wikipedia, die für ihre strenge Eingangskontrolle bekannt ist, gilt das in besonderem Maß. Was nach einer Löschung noch möglich ist, lesen Sie im Beitrag Wikipedia Artikel gelöscht — was nun?.

Rechnen Sie deshalb nicht mit dem Preis des Textes, sondern mit den Gesamtkosten des Ergebnisses: Ein Artikel, der nach redaktioneller Prüfung bestehen bleibt, ist die einzige Leistung, die den Aufwand wert ist.

So kommen Sie zu einer konkreten Zahl

Der Weg zu einer belastbaren Preisangabe führt über die Prüfung Ihres Falls: Welche unabhängigen Quellen existieren, welcher Umfang ist angemessen, welche Sprachversionen sind sinnvoll? Nach der vertraulichen Prüfung erhalten Sie von uns ein schriftliches Angebot mit konkretem Umfang und Preis — ohne Überraschungen im Nachhinein. Kriterien für den Anbietervergleich finden Sie im Beitrag über die Wahl einer Wikipedia Agentur; das Gesamtvorgehen beschreibt unsere Startseite.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet ein Wikipedia Eintrag?
Für die meisten Themen im deutschsprachigen Raum liegt ein realistisches Budget zwischen 2.000 und 5.000 Euro für ein vollständiges Projekt bei einem unabhängigen Spezialisten. Darin enthalten sind die vertrauliche Prüfung, die Quellenrecherche, die redaktionelle Ausarbeitung, die interne Gegenprüfung, die Veröffentlichung mit Offenlegung und die Betreuung in den ersten Monaten. Der konkrete Preis hängt vom Rechercheaufwand, vom Umfang des Artikels und von der Zahl der Sprachversionen ab.
Warum gibt es keinen Festpreis für einen Wikipedia Eintrag?
Weil sich der Arbeitsaufwand von Fall zu Fall erheblich unterscheidet. Eine Wissenschaftlerin mit gebündelten Publikationen erfordert weniger Recherche als ein Unternehmer mit verstreuten Quellen in mehreren Branchen. Zudem muss die Prüfung der Relevanz vor dem Preis kommen: Erst wenn feststeht, dass ein Thema aussichtsreich ist, ergibt eine konkrete Preisangabe Sinn.
Welche Faktoren bestimmen die Kosten?
Vier Faktoren wiegen am schwersten: erstens die Quellenrecherche, also der Aufwand, Ihre Belege zu erfassen und zu qualifizieren; zweitens der Umfang des Artikels, etwa eine lange Biografie gegenüber einem kompakten Profil; drittens die Zahl der Sprachversionen, zum Beispiel nur de.wikipedia oder zusätzlich en.wikipedia; viertens der Betreuungszeitraum nach der Veröffentlichung.
Lohnt sich ein günstiges Angebot für wenige hundert Euro?
Selten. Offshore-Freelancer und Plattformen liefern Artikel für 200 bis 2.000 Euro, die in der Praxis oft innerhalb von Wochen bis Monaten gelöscht werden. Sie zahlen dann den vollen Betrag, behalten aber eine öffentlich einsehbare Löschdiskussion und eine schwierigere Ausgangslage für einen zweiten Versuch, weil Wikipedia-Autoren die Löschhistorie prüfen. Günstig wird so am Ende teuer.

Weiterführend: Wikipedia-Eintrag erstellen lassen — unser Vorgehen · Wikipedia Eintrag erstellen lassen · Wikipedia Agentur wählen · Wikipedia Relevanzkriterien